Black Monday 1929

Der Börsencrash im Jahre 1929, welcher später eine der größten und längsten Weltwirtschaftskrisen auslöste, nahm seinen Ursprung am Mittwoch dem 23. Oktober 1929.

Um den Crash zu verstehen, muss man wissen, wie dessen Vorgeschichte aussah bzw. warum es überhaupt so weit kommen konnte. In den 1920 Jahren wurde in den USA die Konsumgüterproduktion extrem ausgeweitet. Die Ursache der Ausweitung lag daran, dass sich ein Großteil der Bevölkerung den Konsum über Kredite finanzierte. Innerhalb eines Jahrzehntes haben sich somit die Konsumausgaben beinahe versiebzigfacht.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung, welcher durch den Konsum bewirkt wurde, fand an den Börsen ein immenser Boom statt. Zu diesem Zeitpunkt wollte jeder Aktien besitzen, da sie fortlaufend stiegen bzw. die Leute bereits glaubten, dass dies immer so weitergehen müsste. Viele Personen finanzierten ihre Aktieninvestments sogar fremd. Diese Tatsache heizte die Spekulationsblase zudem an. Später war dies ein Grund für den noch größeren Crash.

Die Börse wurde von der Mentalität der Menschen geleitet. Jedoch besagt diese auch, dass beim Anzeichen eines Verlustes viele Menschen gleich irrational reagieren. Ende Oktober kam es dann zum unausweichlichen – dem Börsencrash.

Oftmals wird der Beginn mit dem Schwarzen Donnerstag dem 24. Oktober 1929 beschrieben. Schaut man jedoch auf den vorhergehenden Mittwoch, an welchen die Börse ebenfalls in der Verlustzone schlossen, kann man auch den 23. Oktober als Start des Börsencrash betrachten.

Am Mittwoch dem 23. Oktober notierte der Dow Jones Index noch bei knapp 330 Punkten. Innerhalb weniger Tage verlor er dann immens an Wert. Den größten Tagesverlust erlitt er am Montag dem 28.10.1929. An diesem Tag verlor er über 10 Prozent – Black Monday. Der darauffolgende Dienstag war jedoch nicht minder schlimm. Innerhalb von einer Woche verlor der Dow Jones Index knapp 100 Punkte, damals entsprach einen Verlust von über 30 Prozent!

Die Folgen des Börsencrashs waren, dass das Vertrauen in die Wirtschaft weg war. Banken vergaben keine Kredite mehr und die Unternehmungen fuhren ihre Produktion zurück bzw. haben Arbeiter entlassen. Gleichzeitig wurden die Konsumenten auch vorsichtiger und konsumierten weniger. Nach dem Börsencrash wurde die expansive Geldpolitik von einer restriktiven verdrängt. Man gab der expansiven Politik die Schuld am ganzen Schlamassel. In den USA wurden danach die Zinsen erhöht, was wiederrum bewirkte, dass viele Kreditnehmer insolvent wurden. Ein Bankenrun setzte ein, welcher beinahe den Zusammenbruch des gesamten Bankensystems verursachte. Ein Großteil der Banken wurde insolvent. Die letzte Oktoberwoche im Jahre 1929 war somit die Geburtsstunde für die Große Depression.


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