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  • Geschichte der Börse

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    Die Geschichte der Börse ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheitsgeschichte. Im weitesten Sinne kann man die Börse als Ort bezeichnen, welcher Leuten als Treffpunkt für Handel diente. Durch das Zusammentreffen verschiedener Leute fand hierbei eine Preisbildung für die Waren statt.

    Der Börsenbegriff geht auf eine belgische Kaufmannsfamilie zurück. Die Überlieferung sagt, dass in und vor dem Haus dieser Familie regelmäßig geschäftliche Treffen statt. Der Familienname der Kaufmannsfamilie war zudem noch Van der Beurze, sodass diese Bezeichnung später der Inbegriff für das Zusammentreffen von Kaufleuten, bzw. für die Entstehung von Marktplätzen war.

    Hierbei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um die erste Börse im neueren Sinne. Bereits im 11  und 12. Jahrhundert, kann man aus Überlieferungen entnehmen, dass Banken bereits eine moderne Form des Börsenhandels betrieben.

    Die erste Börse, jetzt auch mit dem Begriff Börse, entstanden Anfang des 16 Jahrhunderts. Hierbei ist vor allem die Amsterdamer Börse erwähnenswert, welche auch bald zur bedeutendsten Börse dieser Zeit aufstieg.  Amsterdam war hierbei der bedeutendste Marktplatz. Wahrscheinlich wurde hier auch die erste Aktie, im herkömmlichen Sinne, ca. um das Jahr 1600 gehandelt. Ein paar Jahre später war die Amsterdamer Börse, der erste Marktplatz, welcher ein eigenes Börsengebäude eröffnete.

    In Amsterdam ereigneten sich auch die ersten bedeutenden Börsencrashs. Die Tulpenblase platzte hierbei im Jahre 1637. Aufgrund ihrer guten Überlieferungen kann man diese als erste Börsenblase bezeichnen. Knapp ein Jahrhundert später fand auch der zweite große Börsencrash in den Niederlanden statt. Hierbei waren die Anteilsscheine der South Sea Company maßgeblich mitverantwortlich. Der Crash hat sich im Jahre 1720 ereignet, dem voraus ging eine Überbewertung dieser Firma. Dies lag daran, dass sie in der damaligen Zeit eine Monopolstellung innehatte. Durch ihre dadurch immense Größe war sie im Jahre 1720 in der Lage die britischen Staatsschulden zu übernehmen. Dies geschah anhand einer Kapitalerhöhung. Wenig später fand man heraus, dass die South Sea Company niemals in der Lage ist die dadurch eingegangen Verpflichtungen zu erfüllen. Vor diesem Zeitpunkt hat sich der Wert ihrer Aktien in kürzester Zeit jedoch beinahe verzehnfacht. Die Folge des Platzens dieser Blase war eine weltweite Rezession.